Grüne Schallmauer durchbrochen: mehr Ökostrom am Netz von E.DIS

Jacobsdorf, den 20. Februar 2018: In Bundesländern wie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wird nach wie vor zunehmend Strom aus erneuerbaren Quellen produziert. Beim regionalen Netzbetreiber E.DIS wurde nun erstmals die Grenze von 10.000 Megawatt Leistung überschritten, so berichtet die Märkische Oderzeitung am 16. Februar 2018.

Im Januar war es soweit: Neue Erzeugungsanlagen für grünen Strom mit einer Nennleistung von 81 Megawatt waren ans Netz von E.DIS gegangen. Damit sind nun 10.062 Megawatt bei E.DIS angeschlossen – und eine Schallmauer durchbrochen. Dies entspricht der Leistung aller Kernkraftwerke, die in Deutschland noch am Netz sind. Der Netzbetreiber E.DIS sichert die Stromversorgung von weiten Teilen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern als Verteildienstleister. Stromversorgung und Stromverteilung sind in Deutschland seit etwa 2000 getrennt.

Laut E.DIS entfallen von der Gesamtinstallation aus erneuerbaren Energien 5.848 Megawatt Leistung auf Windenergieanlagen. Danach folgen Photovoltaikanlagen mit 2.868 Megawatt. Da die Höchstlast im E.DIS-Netz zuletzt bei rund 2.400 Megawatt lag, ist jetzt mehr als viermal so viel Leistung installiert wie maximal abgenommen wird. Und der Ausbau setzt sich uneingeschränkt fort: E.DIS liegen Anträge über weitere 20.000 Megawatt Leistung vor.


MLK-Projekte als Vorreiter in Anrainerprojekten

Jacobsdorf, den 6. Februar 2018: In einem Beitrag im aktuellen Heft des Magazins ERNEUERBARE ENERGIEN (01/2018) berichtet der MLK-Betriebsführer REZ, wie man mit neuen Anrainerprojekten die Bürger vor Ort ins Boot holen kann.

Bürgerbeteiligung ohne unternehmerisches Risiko:  In einem Beitrag fürs Branchenmagazin ERNEUERBARE ENERGIEN schlägt REZ Geschäftsführer Walter Delabar neue Wege bei der Bürgerbeteiligung vor. Zentraler Punkt: Beteiligung unabhängig vom wirtschaftlichen Leistungsvermögen. Anrainer sollen direkt am Erfolg der Windparks beteiligt werden – ohne dass sie die Risiken der Investoren teilen.

 

Als in der Praxis bewährte Beispiele werden im Artikel drei Projekte genannt, die die REZ mit der MLK entwickelt und umgesetzt hat: Erstes Beispiel ist eine auf Dauer angelegte Patenschaft mit lokalen Institutionen wie Schulen, Kindergärten oder anderen sozialen Projekten. Im Gegensatz zu Einzelspenden verpuffen diese Maßnahmen nicht und setzen dort an, wo Unterstützung oft besonders nötig ist. Die MLK pflegt eine längere Patenschaft mit einer Kita in Prenzlau und ist für zahlreiche Einrichtungen als Spender aktiv.

 

Direkte Windparkanrainer können zudem von Anrainerstromtarifen profitieren. Jeder Anwohner, der den Anrainertarif bucht, erhält einen verbilligten Ökotarif. Dies bietet die MLK bereits in Prenzlau und Jacobsdorf an. In Jacobsdorf sorgt ein Sozialtarif sogar für noch günstigeren Ökostrombezug für kinderreiche Familien und Geringverdiener. Als drittes wird die Grüne Spareinlage der MLK genannt, der allerdings nur in der Startphase von Windparks greift. Hierbei erhalten Kleinsparer bei einem Sparbetrag zwischen 500 und 5.000 Euro fest für drei Jahre eine garantierte Verzinsung von drei Prozent.

 

Alle drei Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie direkt vor Ort und direkt bei den Anrainern ansetzen.

 

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