Biomasse für die Gasversorgung

Das Odervorland entwickelt sich zum Biogaslieferanten: Das neue Biogaskraftwerk Beerfelde bei Fürstenwalde läuft seit Ende März auf Volllast.

Im Mai 2016: 700 Normkubikmeter Bioerdgas pro Stunde speist das Biomassekraftwerk der BKW Beerfelde GmbH & Co. KG ins Gasnetz der EWE AG ein. Damit gehört sie zu den größten Anlagen ihrer Art. Die jährliche Einspeisung liegt bei 5,9 Mio. Kubikmeter, ausreichend um etwa 3.000 Vierpersonenhaushalte mit Wärme und Warmwasser zu versorgen.

Das Produktionskonzept des Kraftwerks ist zweistufig: Zunächst wird Biogas mit einem Methangehalt von 50 Prozent produziert. Im zweiten Schritt wird das Biogas zu Bioerdgas mit 99 Prozent Methangehalt aufbereitet. Beim Betrieb werden jährlich etwa 70.000 Tonnen Substrate verarbeitet. Knapp ein Drittel davon sind landwirtschaftliche Reststoffe, überwiegend aus der Rinderhaltung. Betreibergesellschaft für die Biogasanlage ist die BKW Beerfelde GmbH & Co. KG.

Die MLK-Gruppe hat für das Biokraftwerk (BKW) die finale Projektentwicklung, die Projektfinanzierung und die Betriebsführung übernommen. Im Betreiberkonsortium sind neben Investoren aus dem Bereich Erneuerbare Energien auch Landwirte der Umgebung engagiert.

Eine nahezu baugleiche Anlage steht in der Gemeinde Jacobsdorf kurz vor der Genehmigung: Die MLK sondiert derzeit für die BKW Pillgram GmbH & Co. KG die Preise für Bioerdgas am Markt und sucht weitere Landwirte aus der Umgebung, die Substrate zum Betrieb anliefern wollen.