Nachts soll es wieder dunkel sein: MLK beteiligt sich an System zur Bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung im Raum Prenzlau

Jacobsdorf, den 25. Juli 2019: Noch bevor der Gesetzgeber den Einsatz einer sogenannten Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) vorschreibt, beteiligen sich die MLK Windparks an einem Pilotprojekt in der Region Prenzlau.

Bislang gehört das rote Blinken noch zur üblichen Erscheinung eines Windparks in der Nacht. Diese Nachtkennzeichnungen dienen dazu, den Flugverkehr sicherer zu machen. Neuere Windparks legen Wert darauf, dass die Nachtkennzeichnung synchronisiert werden, um die Belastung für Anrainer gering zu halten.

 

Aber selbst dieses Blinken soll jetzt zur Ausnahme werden: Neue Technologien ermöglichen mittlerweile, dass die Nachtkennzeichnung nur aktiv ist, wenn auch wirklich ein Flugzeug in der Nähe ist. Die MLK Windparks in Prenzlau beteiligen sich an einem solchen Pilotprojekt, das vom Lokalmatador Enertrag auf den Weg gebracht wurde.

 

Das „Dark Sky“ genannte System einer Tochterfirma der Enertrag AG basiert auf der Radartechnologie, das Flugzeuge in einem Umkreis von vier Kilometern und einer Höhe von bis zu 600 Metern registriert. Nähert sich ein Flugzeug, wird das Rotlicht an den Masten der Windenergieanlagen eingeschaltet. Kein Flugzeug am Himmel – kein Warnblinken. Je nach Flugaufkommen bedeutet das, dass die Nachtkennzeichnungen bis zu 95 Prozent der Zeit ausgeschaltet bleiben.

 

Für die Installation der Radargeräte wurde ein eigener Radarmast errichtet und ein eigenständiges Netzwerk eingerichtet, mit dem die Windparks an die Dark-Sky-Schnittstelle angeschlossen werden. Der Betrieb von Dark Sky ist auf 20 bis 25 Jahre – und somit auf die Lebensdauer der Windenergieanlagen – ausgelegt.

 

Damit beteiligen sich die MLK Windparks, lange bevor der Gesetzgeber die Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung zur Pflicht macht, im Raum Prenzlau an einem System zur Verminderung der Lichtemissionen und somit zur Rücksichtnahme auf die Anrainer. Ziel ist letztendlich die Akzeptanzsteigerung für die Windenergienutzung. Diese Erfahrungen will MLK auch bei der Implementierung eigener Systeme in den anderen Bestandswindparks nutzen.

 

Ab dem 1. Juli 2020 soll die Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung für alle Neu- und Bestandsanlagen Pflicht werden. Es wird jedoch erwartet, dass es zu Verzögerungen bei der Umsetzung kommen wird.